© ADDICTIVE STOCK

Lebensgemeinschaft für Frauen

Ausgangspunkt

Wir sind überzeugt, dass in der Arbeit des Reiches Gottes nach wie vor Menschen und insbesondere Frauen gebraucht werden, die als Single in einer verbindlichen Gemeinschaftsform leben und dienen.

Die Lebensform der Diakonissen ist dabei eine Form verbindlicher Gemeinschaft.

Weil eine veränderte Zeit und Gesellschaft auch immer wieder veränderte Formen- für den unveränderten Auftrag und unsere geistlichen Werte- braucht, wollen wir mit den bewährten Prinzipien unserer bisherigen Schwesternschaft ab Herbst 2018 einer neuen Form der „Lebensgemeinschaft für Frauen“ bei uns Raum bieten.

Selbstständig in eigener Verantwortung neben der Schwesternschaft.

Die neue „Lebensgemeinschaft für Frauen“ kann mit mindestens 3 Frauen begonnen werden.

 

Wesen der Gemeinschaft

Die Lebensgemeinschaft für Frauen ist eine auf Dauer angelegte, verbindliche Lebens- und Dienstgemeinschaft. Vergleichbar mit einer Familie können die Mitglieder zusammen wohnen, aber auch alleine oder zu zweit an anderen Orten wohnen und wirken. Die Mitglieder stehen in Kontakt miteinander (digitale Vernetzung) und kommen regelmäßig zum Austausch und zur gegenseitigen Unterstützung auf St. Chrischona zusammen.

Charakter der Gemeinschaft / Focus: Familien- oder Ordensgemeinschaft (aber mit externem Lebens- und Dienstort).

Zugehörigkeit ist i.d.R. auf Dauer angelegt. Bei einer anderen Lebensführung wird ein Ausstieg in gegenseitiger Absprache und unter dem Segen Gottes vollzogen.

 

Wen rufen wir?

Wir suchen und rufen Frauen, mit einer abgeschlossenen Berufsausbildung oder Studium.

Wir suchen und rufen Frauen, die ihr Singlesein als eine persönliche Berufung sehen. Dabei sind wir auch offen für Witwen und für geschiedene Frauen (nach klärendem Gespräch).

Wir suchen und rufen Frauen, die bereit sind, sich in eine Lebens- und Dienstgemeinschaft in Form der „Lebensgemeinschaft für Frauen“ zu integrieren.

Wir suchen und rufen Frauen, die diese Lebensform für sich als eine Berufung Gottes sehen.

 

Was ist uns wichtig?

Die bewährten „4 B’s“ sind Voraussetzung: „bekehrt – begabt – bewährt – berufen“

Die persönliche Berufung zum Dienst im Reich Gottes (Verkündigung oder /und diakonischer, sozialer Dienst – auch im säkularen Umfeld) muss erkennbar sein

Entscheidung zu einem bescheidenen Lebensstil

Physische und psychische Stabilität

Eigenverantwortlichkeit und Beteiligung an der Gemeinschaftsgestaltung

Wort und Tat bilden eine Einheit. Jeder diakonische Dienst ist ein Verkündigungsdienst. Deshalb erhalten die Frauen in den ersten Jahren eine begleitende theologische Grundbildung – sofern diese nicht bereits vorhanden ist.

Ein gemeinsames verbindendes Erkennungszeichen der „Lebensgemeinschaft für Frauen“ soll von der Gemeinschaft selbst entwickelt werden.

 

Wie geschieht das Hineinwachsen in die „Lebensgemeinschaft für Frauen“?

Bewerbung

Einer Bewerbung geht ein Gespräch mit der Leiterin der „Lebensgemeinschaft für Frauen“ voraus.

Die Bewerbung soll neben dem allgemeinen Lebenslauf auch einen geistlichen Lebenslauf beinhalten, in dem die Entscheidung zum Eintritt in die „Lebensgemeinschaft für Frauen“ begründet wird.

Ein Eintritt ist i.d. Regel jeweils zum 01. Oktober möglich.

Volontariatszeit

Volontariat meint: freiwillig, kritisch nach innen und außen fragen, schauen, ob diese Gemeinschaftsform für mich die Form des Lebens sein kann.

Nach erfolgreicher Bewerbung und Aufnahme beginnt eine 3-5 jährige Volontariatszeit. Während dieser Zeit erhält die Frau kontinuierliche Begleitung. Sie lernt in dieser Zeit das DMH mit seinen verschiedenen Bereichen kennen.

Das erste Halbjahr ist eine Präsenzzeit im DMH St. Chrischona und Lörrach in Form eines bezahlten Praktikums. Das Praktikum gestaltet sich durch praktische Mitarbeit in den verschiedenen Bereichen und in gemeinschaftlichen Treffen. Die Verträglichkeit Beruf und Volontariat sind gut miteinander abzustimmen.

In der Volontariatszeit ist es auch möglich, in eine andere Gemeinschaftsform im DMH zu wechseln.

Der Abschluss des Volontariats erfolgt nach einer klaren Entscheidung der Person zur „Lebensgemeinschaft für Frauen“ und einer klaren Entscheidung durch das Leitungsteam der „Lebensgemeinschaft für Frauen“ für die Person.

Einsegnung

Nach Abschluss der Volontariatszeit erfolgt die Einsegnung zum Dienst mit einem Bekenntnis zum dreieinigen Gott, zur „Lebensgemeinschaft für Frauen“ und zum jeweiligen Diensteinsatz.

Die Frau erhält das gemeinsame verbindende Erkennungszeichen der „Lebensgemeinschaft für Frauen“.

Lebensgruppen

Jede eingesegnete Frau gehört innerhalb der Lebensgemeinschaft für Frauen zu einer festen Kleingruppe, die miteinander ein Stück Leben teilen und gestalten (Gebetstreffen, Aktivitäten, kollegiale Beratung, u.a.).

Die Kleingruppen sind unterschiedlich, je nach Gegebenheiten und Diensteinsatz. Es kann eine gemeinsame Lebens- und Dienstgemeinschaft an einem Ort sein, die ein enges gemeinschaftliches Leben gestaltet oder eine Dienstgemeinschaft die sich in regelmäßigen Abständen trifft.

 

Was bedeuten „Bildung – Begleitung – Heimat“ für die „Lebensgemeinschaft für Frauen“?

Bildung

Wir legen Wert auf eine professionelle Ausbildung im diakonischen / geistlichen Bereich. Die Frauen sollen in ihrem Umfeld durch berufliche Professionalität ihren Glauben bezeugen.

Wir ermöglichen, bzw. fördern entsprechende Ausbildung, bzw. Fortbildung

Wir bieten in den ersten Jahren im DMH eine theologische Grundbildung (in Zusammenarbeit mit dem TSC)- sofern nicht bereits vorhanden.

Begleitung

In einer 3-5jährigen Volontariatszeit hat jede Frau eine Mentorin an ihrer Seite.

Nach der Präsenzzeit gibt es Internetkurse und Treffen zur weiteren theologischen und geistlichen Zurüstung

Regelmäßige Treffen, Retraiten, Schulungstage im DMH St. Chrischona

Mitarbeit beim Jahresfest und größeren Veranstaltungen.

Heimat

Das DMH ist die Heimat der Gemeinschaft, auch wenn die Dienstorte weit verstreut sein können.

Hier ist immer Raum zum Rückzug und zur Erholung gegeben.

 

Welche Einsatzgebiete sehen wir für die Frauen?

Ideal ist ein Einsatz im erlernten Beruf. Wie die Präsenzzeit im DMH beruflich überbrückt werden kann, ist im Gespräch zu klären.

Wir fördern sowohl Dienst-Einsatzorte im säkularen Umfeld, als auch den Diensteinsatz allein oder zu mehreren an anderen Orten.

 

Wie sind die finanziellen und materiellen Regelungen?

Jede Frau ist selbst für ihre finanzielle Absicherung verantwortlich.

Das DMH übernimmt keine Verpflichtung für die Versorgung im Alter. Selbstverständlich wird dabei von der DMH-Verwaltung Beratung angeboten und ein passendes Versorgungskonzept (Pensionskasse) empfohlen, das Mitgliedern dieser engen Lebensgemeinschaft eine Versorgung im Alter anbietet.

Jede Frau gibt einen Beitrag in die Gemeinschaftskasse für das gemeinsame Leben.

 

Wie ist die strukturelle Einbindung in das Gesamtwerk?

In der Volontariatszeit ist die Frau Mitglied im Trägerkreis des DMH.

Erst nach der Einsegnung gehört sie zur Lebensgemeinschaft und kann in den Gemeinschaftsrat gewählt werden.

 

Anmerkung

Die „Lebensgemeinschaft für Frauen“ erstellt in den ersten Jahren zusammen mit der Leitung des DMH eine „Ordnung des gemeinsamen Lebens“.