Diakonisch Missionarisch Handeln

Theologische Grundlage unseres Auftrags

Seit der Gründung des Diakonissen-Mutterhauses war „diakonisch-missionarisch-handeln“ Motivation und Kernauftrag. Dieser Auftrag verwirklichte sich bei den Diakonissen in vielfältigen Arbeitsfeldern. Während der aktiven Zeit waren ca. 95% der Schwestern in Krankenhäusern, Altenheimen, Gemeinde-Diakonie oder anderen diakonischen Einrichtungen tätig. Ca. 5% waren im Einsatz in Chrischona-Gemeinschaften und Chrischona-Gemeinden, vor allem im Bereich Seelsorge, Kinder- und Frauenarbeit. Von Anfang an war die Wirkung der Schwestern in die Gesellschaft hinein sehr hoch.
Diakonisch-missionarisch-handeln
bedeutet heute für uns:

Diakonisch…..
Markus 10, 42-45; Lukas 10,36-37;
Johannes 13,15

Das griechische Wort diakonein bedeutet „dienen“. Jesus selbst wird beschrieben als Diener der Menschen. Mit einem offenen Blick und einem sensiblen Herzen begegnete er Menschen. Seinen Nachfolgern gibt er auf den Weg: Wahre Grösse hat der, der bereit ist, anderen zu dienen.
Diakonische Arbeit hat deshalb bei uns immer mit Jesus zu tun. Unsere Arbeit ist eine konkrete Verknüpfung von christlichen Werten mit sozialem Handeln. Sie ist ein Dienst an Menschen aus der erfahrenen Liebe Gottes heraus.
Diakonische Arbeit sieht in jedem Menschen ein von Gott geliebtes Geschöpf. Gott verleiht jedem Menschen Würde und Wert. Und das unabhängig davon, was ein Mensch kann oder leistet, was er glaubt oder wie er lebt. Der diakonische Auftrag gilt deshalb allen Menschen.

Missionarisch….
Johannes 20,21; 2. Korinther 5,20;
Apostelgeschichte 4,12

Missionarisch bedeutet für uns: Bezeugen der Güte und Freundlichkeit des dreieinigen Gottes durch unser Sein, kein argumentatives Überzeugen von Menschen zu christlichen Werten. Wir möchten, dass Menschen durch unser Sein die Freundlichkeit Gottes spüren. Gottes Initiative zum Heil für diese Welt – in der Sendung seines Sohnes Jesus Christus – ist für uns Motivation und Auftrag, durch Wort und Tat Menschen in eine heilvolle Beziehung mit Gott einzuladen.

Handeln
Matthäus 9, 35-38; Matthäus 25,40;
1. Johannes 3,18

Der Glaube an Jesus Christus muss „Hände und Füsse“ bekommen. Dies geschieht bei uns im DMH in den drei Schwerpunkten Heimat, Bildung und Begleitung. Dazu gehören die Altenpflegeschule Manoah und das Belchen-Institut in Lörrach, das Pflegeheim und Mutterhaus auf St. Chrischona und die Feierabendhäuser in Lörrach. In unserem Handeln sind wir dabei hohen qualitativen Standards verpflichtet. Dazu gehören die Sicherstellung einer hohen Fachlichkeit und der sorgfältige Einsatz der vorhandenen Mittel. Ebenso achten wir auf eine gute Kultur der Zusammenarbeit von Mitarbeitenden in unserem Werk.
Für die Qualität diakonischer Arbeit ist die Identifikation der Mitarbeitenden und Führungskräfte mit unserem diakonisch-missionarischen Auftrag eine wichtige Voraussetzung.
Darüber hinaus entwickeln, fördern und unterstützen wir diakonisch-missionarische Initiativen und Projekte in Deutschland und in der Schweiz.

Pfr. Friedhelm Geiß, Theologischer Leiter des DMH