Die Geschäftsleitung

Ein Leben zwischen Vertrauen, Hoffnung und manchen Fragen

Geschäfte im weiteren Sinne gibt es im DMH täglich viele zu erledigen: die Bewohner der Pflegeheime müssen medizinisch und pflegerisch versorgt werden, Architekten werden zur Errichtung und Sanierung von Häusern engagiert, Andachten und Gottesdienste sind zu planen und durchzuführen, seelsorgerische Angebote werden abgefragt, Lieferanten und Handwerker müssen koordiniert und unsere ca. 110 Mitarbeiter geführt und verwaltet werden. Diese und viele andere operative Tätigkeiten sowie die strategischen Entscheidungen des Stiftungsrates hat die Geschäftsleitung des DMH umzusetzen, zu koordinieren und zu verantworten. Hierzu wurde sie seitens des Stiftungsrates eingesetzt. Die Geschäftsleitung besteht aus maximal drei Personen. Derzeit sind dies Schw. Ursula Seebach (Oberin), Joachim Rastert (Geschäftsführer) und Friedhelm Geiß (Theologischer Leiter und Öffentlichkeitsarbeit). Ihre vielfältigen Erfahrungen und Ausbildungen setzen sie in den letzten Jahren neben der Bewältigung der alltäglichen Arbeiten insbesondere auch für die Klärung und Neuausrichtung unseres Diakonissen-Mutterhauses ein. Sowohl die Unternehmensaufgaben als auch die Gemeinschaftsformen ändern sich in unserer zunehmend beschleunigten und globalisierten Welt. So befinden sich die Aufgaben der Geschäftsleitung im Spannungsfeld zwischen gut strukturierten sowie geleiteten DMH-Unternehmenseinheiten auf der einen Seite und der Umsetzung des geistlichen, diakonisch-missionarischen DMH-Auftrages auf der anderen Seite.

Spannungsfeld zwischen Wirtschaftlichkeit und diakonisch-missionarischem Auftrag:
Auch wenn es der Wirtschaftlichkeit unserer Heime abträglich ist: Wir betreuen die Bewohner unserer Pflegeheime, unserer Flüchtlingsunterkünfte und Jugendbetreuungseinrichtungen umfassend. Das heisst, dass wir neben einer guten Pflege und Unterkunft auch eine seelsorgerliche und geistliche Begleitung sicherstellen. Trinken und Essen, Trockenlegen, ein Dach über dem Kopf sind zwar sehr wichtig, haben aber nur den Leib des Menschen im Fokus und vernachlässigen seine Seele und seinen Geist. Für unseren ganzheitlichen Ansatz bedarf es deshalb über die amtlichen Vorgaben an Pflege- und Sozialbetreuungspersonal hinaus zusätzlicher theologischer und seelsorgerlicher Fachkräfte. Das kostet zusätzliches Geld. Die damit einhergehende reduzierte Wirtschaftlichkeit und die zum Teil auszugleichenden Verluste unserer Häuser nehmen wir dabei bewusst in Kauf, da es uns ein besonderes Anliegen ist, für den ganzen Menschen da zu sein.