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Beten – die verbindende Mitte

In diesen Monaten denken wir sehr über unser geistliches Erbe und unseren Auftrag als DMH nach. Ein roter Faden durch unsere Geschichte und unsere Arbeit ist das Gebet. Miteinander und füreinander beten ist uns Geschenk und Aufgabe. Gebet – im Hören, Schweigen, Loben, Bitten, Danken, Für-Bitte, etc. Allein und gemeinsam im kleinen oder grösseren Kreis. Gebet ist eine geheime Kraft, die im Verborgenen geschieht und wirkt und doch spürbar sich auswirken wird.
Der Wert des einsamen und gemeinsamen Gebetes ist hoch:

  • Es sind Augenblicke der Ruhe und Stille mitten im Alltagstrubel.
  • Es sind Ankerpunkte der Vergewisserung meines Glaubens.
  • Gebet füreinander schafft Frieden untereinander.
  • Gebet bewirkt Transparenz in Arbeit und Leben.
  • Das gemeinsame Gebet stärkt die Information und Mitbeteiligung.
  • Durch Gebet sehen wir über dem Detail das Ganze.


Die Schwestern beten viel für Menschen, Gemeinden und für viele Anliegen. Auch die Gebetskarten aus Mit & Für werden rege genutzt. Aber auch wir benötigen für uns und unsere vielfältigen Aufgaben im DMH-Werk dringend Gebetsunterstützung. Deshalb gibt es seit Beginn der Adventszeit ein Gebetsheft, das mit einer kleinen Liturgie einsames und gemeinsames Gebet mit- und füreinander stärken soll. Gebete, Psalmverse, Segensworte helfen, zur inneren Ruhe zu finden. Von Montag bis Freitag werden alle Bereiche unseres Werkes mit den Mitarbeitenden vorgestellt. Das Gebetsheft kann vielseitig und kreativ verwendet werden. Mit den vorgeschlagenen Texten oder mit eigenen Gebetsworten oder Bibeltexten. Allein oder zusammen mit zwei oder drei anderen. In der persönlichen „Stillen Zeit“ oder in einer kurzen Gebetszeit zwischendurch am Tag.
In Psalm 55,16.17 schreibt David: „Ich aber will zu Gott rufen, und der Herr wird mir helfen. Abends und morgens und mittags will ich klagen ...“ Am Morgen befehlen wir dem Herrn den Tag an und erbitten seine Hilfe für die vor uns liegenden Aufgaben. Das Mittagsgebet kann als eine Art „Atempause“ angesehen werden, wo wir zwischendurch innehalten und uns auf Jesus ausrichten können, dem wir dienen. Im Gebet am Abend halten wir Rückschau auf unseren Tag und legen unser Leben in Gottes Hände. Auch wenn in der Bibel keine festen Zeiten zum Gebet festgelegt sind, kann eine Regelmässigkeit Stabilität im geistlichen Leben schenken.
Alle Schwestern, alle Angestellten, alle Bewohner und Mieter auf unserem Gelände haben dieses Heft erhalten. Kleine „Zwischendurch-Gebetszeiten“ (10-15 Min) sind entstanden und weitere dürfen entstehen.
Auch Sie als Freunde unserer Arbeit laden wir herzlich ein, sich einzubinden in dieses „Netz“. Gerne schicken wir Ihnen das Gebetsheft zu (siehe Bestellkarte in der Mitte des Heftes). Wie wäre das, wenn zwischen 11.00 Uhr und 14.00 Uhr wir voneinander wissen, dass miteinander und füreinander gebetet wird? Machen Sie auch mit?

Pfr. Friedhelm Geiß, Theologischer Leiter des DMH