Über 200 Kinder aus den 3. und 4. Klassen der Grundschulen in und um Neckar­gemünd nehmen lärmend, lachend und erwartungsfroh ihre Plätze in der geräumigen Sporthalle ein. Nach einem freundlichen Machtwort des Schuldekans kehrt dann doch Ruhe ein. Was wird sie wohl an diesem besonderen Tag erwarten? Nun – zuerst einmal eine Andacht. Froh und lautstark  stimmen die Kinder ins Lied ein: „Die Kerze brennt! Ein kleines Licht, wir staunen und hören: Fürchte dich nicht! Erzählen und singen, wie alles begann, in Gottes Namen fangen wir an.“ Betend freue ich mich an den Kindern und dem fröhlichen Gesang. Vor wenigen Tagen haben wir den Gebetstag der Frauen im Gottesdienst gefeiert. Heute feiern wir mit den Kindern. Um auf die Besonderheiten des Landes, das dieses Jahr im Zentrum des Gebets steht, aufmerksam zu machen, werden unterschiedliche Arbeitsgruppen angeboten. In unserem Workshop geht es um die typischen Pfahlbauten der philippinischen Fischer. Pfarrer, Vikare, Religionslehrer, Lehrer, viele ehrenamtliche Helfer, meine Schwester und ich sind mitten drin im fröhlichen Trubel – helfend, korrigierend, ermutigend ... Die Stunden vergehen wie im Flug!


Im Abschlussgottesdienst stellen die Gruppen stolz ihre Ergebnisse vor – gesungen, gebastelt, gemalt … Mit Gebet und dem Segen Gottes werden die Kinder wieder entlassen. Noch  klingt das fröhliche Singen in meinem Herzen nach: „Segen, Gottes guter Segen, verbindet unsre Welt. Auf allen unseren Wegen Gottes gute Hand uns hält.“ Es bleibt ein Gebetsanliegen, dass die Pfarrer und Religionslehrer in den Unterrichtsstunden christliche Orientierung für das Leben durch die Vermittlung von Glauben, Liebe und Hoffnung, weitergeben können. Für viele Schülerinnen und Schüler stellt der Religionsunterricht die erste Begegnung mit Religion und Christentum dar.

Es ist unser Wunsch, dass dieser Tag nicht nur „aufregend“ war, sondern ein Tag des Segens, der sie in ihren Kinderalltag begleitet.

Schwester Annemarie Nutzinger, Lörrach