© L. Leuenberger

Gebetspatenschaften

Schwester Myrtha Spörri berichtet von ihrer Gebetspatenschaft mit Miriam Zürcher

Wieder einmal hatten wir nach dem Gottesdienst auf St. Chrischona in der Gemeinde Mittagessen. Dazu sind auch immer die Studierenden eingeladen. Nach dem Essen wurde gefragt, ob jemand eine Gebetspatenschaft für Studierende übernehmen würde. Ich meldete mich und bekam gleich zwei Studenten. Damit begann eine intensive Beziehung. Bei einem gemeinsamen Abendessen konnte ich von meiner Gebets­partnerin erfahren, was so eine Studentin bewegt. Es war ein gutes aneinander Teilnehmen und Teilgeben. Andere Lebensphasen und Aufgaben erweiterten meinen Horizont. Füreinander beten macht das Denken weiter. Es tut einfach gut, Anliegen miteinander zu teilen. Das entlastet, stärkt und bereichert zugleich. In kürzeren und längeren Abständen hatten wir dann unsere „Lagebesprechung“. Wir brachten uns auf „den neuesten Stand“ und wussten nun wieder, wofür wir füreinander beten können. Gemeinsam unterwegs zu sein, ermutigt mich sehr und hält mich fit für’s Reich Gottes. Es ist einfach schön, Menschen im Gebet zu unterstützen. Mit und ohne uns baut Gott sein Reich, aber er will uns dabei haben – aus Gnaden. Dafür bin ich sehr dankbar.

Miriam Zürcher berichtet von ihrer Erfahrung in der Gebetspatenschaft mit Schwester Myrtha

In meinem zweiten Studienjahr hier am Theologischen Seminar St. Chrischona fing ich an, regelmässig die Gemeinde auf dem Campus zu besuchen. Während eines gemeinsamen Mittagessens hatten wir die Möglichkeit, uns in eine Liste für Gebetspartner aus der Gemeinde einzutragen. Ein Gemeindemitglied teilte diese dann einander zu. Als ich hörte, dass Schwester Myrtha meine Gebetspartnerin ist, freute ich mich sehr, da ich sie schon vorher kurz durch meine Eltern kennen gelernt hatte.
So machten wir ein erstes Treffen ab. Wir tauschten aus und lernten uns kennen. Seither sind fast zwei Jahre vergangen. In diesen Jahren ist mir diese Gebetspartnerschaft sehr wichtig geworden. Das Wissen, dass hier jemand ist, der regelmäßig für mich und meine Anliegen betet und immer wieder auch nachfragt, wie es mir so geht, hat mir in meinem Studium schon oft Kraft gegeben. Mit der Zeit wurden die Anliegen auch persönlicher und es hat sich nicht nur eine Beziehung zu Schwester Myrtha entwickelt, die ich nicht mehr missen möchte, sondern ich lernte durch meine Besuche und Einladungen zum Abendessen auch das Diakonissen-Mutterhaus St. Chrischona besser kennen. Schwester Myrtha ist eine sehr treue Beterin und ich schätze sie sehr.

Schwester Myrtha Spörri, Bettingen / Miriam Zürcher, Theologische Seminar St. Chrischona