Das Diakonissen-Mutterhaus öffnet sich.

Das geistliche Anliegen und der diakonisch-missionarische Auftrag unserer Schwesternschaft im DMH sind ein hohes Gut und Kern unserer Berufung.

Seit der Gründung des Diakonissen-Mutterhauses war „diakonisch-missionarisch-handeln“ Motivation und Auftrag. Dies verwirklichte sich bei den Diakonissen in vielfältigen Arbeitsfeldern. Während der aktiven Zeit waren ca. 95% der Schwestern in Krankenhäusern, Altenheimen, Gemeinde-Diakonie oder anderen diakonischen Einrichtungen tätig. Ca. 5% waren im Einsatz in Chrischona-Gemeinschaften und Chrischona-Gemeinden, vor allem im Bereich Seelsorge, Kinder- und Frauenarbeit. Von Anfang an war die Wirkung der Schwestern in die Gesellschaft hinein sehr hoch war.

Heute sind die meisten Schwestern im Ruhestand im Mutterhaus oder in den Feierabendhäusern in Lörrach. Auch hier bilden die Schwestern die gute Seele des „Ganzen“. Durch den Gebetsdienst der Schwestern werden viele Menschen, Pastoren und Missionare, Gemeinden, Aktionen, Projekte weit über unsere Landesgrenzen hinaus begleitet und unterstützt.

Die Arbeit konzentriert sich an den beiden Standorten in St. Chrischona und Lörrach. Das sind neben Mutterhaus und Feierabendhäusern in den Arbeitsbereichen: Pflegeheim St. Chrischona, Altenpflegeschule Manoah, Belchen-Institut, diakonisch-missionarische Projekte in Lörrach, Rheinfelden, Prenzlau. In diesen Einrichtungen sind wesentlich mehr zivile Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter tätig als Schwestern. Wir schätzen die zivilen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in unserem Werk und sehen sie zunehmend als Vermittler unseres geistlichen Anliegens und unseres diakonisch-missionarischen Auftrages.

Bisher ist es so, dass die Schwestern die einzige verbindliche Gemeinschaft im Diakonissen-Mutterhaus sind. Von den Schwestern gehen die Aktivitäten und Veränderungen aus. Sie sind die Träger und das Herz des DMH.

Damit die bisherigen Bereiche und neue Aufgaben auch in Zukunft weiter wachsen können und im ursprünglichen geistlichen Auftrag gestaltet werden, hat die Schwesternversammlung beschlossen die Trägerschaft für das DMH zu erweitern und auch neue Räume und Möglichkeiten für Gemeinschaftsformen zu ermöglichen.

Das bedeutet, dass Träger der geistlichen Ressourcen und des ursprünglichen Auftrages im DMH in der Zukunft die verschiedenen Gemeinschaften sein werden, zu denen natürlich weiterhin die Schwesternschaft, als Herz, gehört.

 

Dadurch soll die Wirkung des DMH in die Gesellschaft hinein, weiterhin durch viele Menschen geschehen, die in verschiedenen Gemeinschaften mit unterschiedlichen Verbindlichkeiten sich verortet wissen und Einheit in Christus leben, aber gleichzeitig einen wichtigen Auftrag in dieser Welt und Gesellschaft wahrnehmen. In den bekannten Berufsfeldern, aber auch in vielen kleinen und großen Zellen, Projekten, Initiativen, etc. „diakonisch-missionarischen-Handelns“. In Deutschland, der Schweiz und darüber hinaus im deutschsprachigen Bereich. Und das durch Menschen, die sich, wie die Schwestern im Glauben und im geistlichen Auftrag verbunden wissen.

DMH – soll so zu einem erkennbaren Markenzeichen für „Diakonisch-Missionarisches Handeln“ weiter wachsen.

 

Das DMH bietet für Gemeinschaftsformen unterschiedlicher Verbindlichkeiten Rahmen und Raum und gestaltet ein verlässliches Netzwerk für geistliches Leben in Gemeinschaft. Alle aber verbindet der gemeinsame Auftrag: Diakonisch-Missionarisch-Handeln“.

 

Kurz:

Das Reich Gottes im Blick – auf dem Fundament unserer Geschichte – dem Auftrag verpflichtet.