Rund-um-fit – Karten von Schwester Myrtha

Fit und frisch ins neue Jahr

Schwester Myrtha Spörri ist leidenschaftliche Physiotherapeutin im Pflegeheim St. Chrischona. „Immer am Ball bleiben“- ist ihr Motto. „Nicht quälen – es muss Spass machen“ – ihr Konzept. 14 kleine praktische Übungen zwischendurch halten Leib und Seele fit.

Die Karten gibt es in einer praktischen Aufstellbox. Auf der Vorderseite die illustrierte Übung, auf der Rückseite eine kurze Anleitung dazu. Einfach jeden Tag die Karten mischen. Dadurch gibt es jeden Tag neue Variationen zum Fit-sein.

Das Kartenset kann gegen eine Spende bestellt werden bei:

Für Schweiz:
Diakonissen-Mutterhaus St. Chrischona
Chrischonarain 135
4126 Bettingen
Schweiz Tel: 0041 61 606 65 65
E-Mail: info@dmh-chrischona.org

Für Deutschland:
Diakonissen-Mutterhaus St. Chrischona
Gretherstr. 42
79539 Lörrach
Deutschland
Tel: 0049 7621 428 250
E-Mail: info@dmh-chrischona.org



RESSOURCEN

Unter dem Register „Stichwort“ finden Sie an dieser Stelle zu einem speziellen Begriff Bibelstellen zur eigenen intensiven „Bibel-Entdeckung“. Schlagen Sie die angegebenen Stellen auf, lesen und unterstreichen Sie. Denken Sie darüber nach und schreiben Sie sich Gedanken dazu auf. Wir wünschen Ihnen dabei viele gute Entdeckungen.

Glaube

Glauben ist Vertrauen, das sich festmacht an Gott. Im Alten Testament bedeutet „glauben“, „sich festmachen an Jahwe“. Mein schwaches Leben darf sich festmachen an dem, der mich nicht fallen lässt. Und wenn ich keine Kraft mehr habe, mich festzuhalten – was dann? Mein Glaube hängt nicht an meiner Kraft, sondern an den grossen Zusagen Gottes. Er hält mich fest.
Glaube wird in der Bibel in einer dreifachen Weise verwendet:


Nicht die Grösse meines Glaubens ist entscheidend, sondern dass ich Gott alles zutraue! Er kann!!

1. Glaube, der rettet

  • Apostelgeschichte 16,31
  • Galater 2,20
  • Epheser 3,17
  • Johannes 1,12
  • Römer 3,28


2. Glaube als Frucht des Geistes Gottes

  • Galater 5,22
  • Lukas 22,32
  • 1. Johannes 5,4
  • 2. Timotheus 1,5
  • Hebräer 11,6


3. Glaube als festes Vertrauen in die Kraft Gottes

  • Markus 9,23
  • Matthäus 15,28
  • Matthäus 17,20
  • Kolosser 2,7

Friedhelm Geiß

Gnade

Gnade – „beschenkt leben“
Der moderne Begriff „Wert“ kommt als solcher in der
Bibel nicht vor. Die Sache aber umso fester. Z.B.: 2. Timotheus 1,2: „Ich grüsse dich, lieber Timotheus. Du bist mir lieb wie ein eigener Sohn, und ich wünsche dir Gnade, Barmherzigkeit und Frieden von Gott, unserem Vater, und unserem Herrn Jesus Christus.“

Es lohnt sich, nach diesen und anderen göttlichen Werten zu forschen, sie umzusetzen in Prinzipien unseres Lebens und in daraus folgendes ganz praktisches Verhalten.

Bedeutung:
Gottes gutes Handeln in Liebe und Treue. Freigesprochen, trotz Verurteilung. Inbegriff der göttlichen Gaben. Beschenkt mit allem, was zum Leben im Glauben nötig ist. „gratia“ (lat.) – „gratis“, aber nicht billig. Unverdient auf Gottes Kosten leben. Im NT ist der Begriff austauschbar mit Jesus.


  • 2. Mose 34,6
  • Psalm 130,7
  • Jes. 54,10
  • Römer 5,15
  • 1. Korinther 15,10
  • Epheser 2,5


Prinzip:
„Ich lebe als ein Beschenkter.“

  • 2. Petrus 1,3-8


Verhalten:
Dankbarkeit statt Unzufriedenheit

  • Epheser 4,7
  • 2. Petrus 1,2
  • Philipper 4, 11-13+19


Freigiebigkeit statt Geiz

  • 2. Korinther 8, 1-3; 7-9


Versöhnlich statt nachtragend

  • Epheser 1,7
  • 1. Petrus 1,19


Zuversichtlich statt verzagt

  • 2. Korinther 12,9
  • Hebräer 13,9

Friedhelm Geiß

Zeit & Ewigkeit

Lass doch die Sonne der Ewigkeit
strahlen über die Dinge der Zeit.
Ach, wie würden alsdann so geringe
dir erscheinen die irdischen Dinge,
und wie stille würdest du werden
mitten in Leid und Sorge der Erden,
wenn du die grosse Ewigkeit
liessest durchleuchten die kleine Zeit.

Autor unbekannt

Die Zeit ist ein Phänomen und gleichzeitig ein Geheimnis.
Für die alten Griechen war Zeit ein „Ungeheuer, das uns auffrisst und alles zerstört: Glück, Gesundheit, Leben“. Drei Zeitbegriffe durchziehen die Bibel:
„chronos“ meint die quantitative,
lineare Zeitausdehnung, Zeitdauer, die Zeit des Lebens, Arbeitens, Krankseins. Lineare Abfolge von Momenten. Keine Sekunde ist wertvoller als eine andere. Die Uhr diktiert den Rhythmus des Lebens.
„kairos“ meint die qualifizierte Zeit, Zeitpunkt, Augenblick, entscheidende Gelegenheit, Wendepunkt. Günstige Zeit. Diese Zeit wird erlebt. In der Kairoszeit kommt es darauf an, wie viel Qualität ich aus ihr beziehe und nicht darauf, wie viel Chronoszeit verstreicht.
„aion“ meint die Lebenszeit, Ewigkeit. Für den Hebräer ist «olam» die verhüllte Zeit, unübersehbare Zeit, mit Inhalt gefüllt. Nach altem hebräischen Denken kommt es darauf an, womit der einzelne Augenblick erfüllt ist. In biblischer Sicht erhält also der einzelne Augenblick in unserem Leben seine Bedeutung in dem Masse, wie er von der Ewigkeit Gottes erfüllt ist.

Zeit ist geschenkte Zeit

  • Psalm 31
  • 2. Mose 14,14
  • 1. Mose 2,2-3
  • Prediger 3,11; 5,19; 8,15
  • Markus 6,31-32


Zeit ist einmalige Zeit

  • Eph. 5,15-17
  • Psalm 90,12
  • 1. Korinther 14,33


Zeit ist bemessene Zeit

  • Psalm 90,10
  • 1. Korinther 4,2
  • 1. Thessalonicher 5,6

 

Zeit für Gott vermehrt die Zeit

  • 2. Chronik 20, 3+20
  • Jesaja 30,15
  • Matthäus 14,14-21
  • Markus 1,35


Friedhelm Geiß

„Soll ich mein letztes End und ersten Anfang finden,
so muss ich mich in Gott und Gott in mir ergründen.
Ich selbst bin Ewigkeit, wenn ich die Zeit verlasse
und mich in Gott und Gott in mich zusammenfasse.
Zeit ist wie Ewigkeit und
Ewigkeit wie Zeit,
so du nur selbst nicht machst einen Unterscheid.“


Angelus Silesius
(in: Der Cherubinische Wandersmann)

Bilder & Kunst

Zu biblischer Zeit diente die Kunst meist keinem ästhetischen Selbstzweck, sondern stand in enger Verbindung zu den religiösen Vorstellungen der Zeit. Deshalb ist auch das strenge Verbot durch das Gesetz Gottes von Bildern und Darstellungen von Gott verständlich. Von Gott sollte man sich „kein Bild“ machen, weil er nicht darzustellen ist. Gott bleibt un-be-greifbar. Jede „Vor-stellung“ täuscht über seine eigentliche Stellung hinweg. Götzendienst verschleiert den Blick auf den lebendigen Gott. In Jesus hat sich Gott begreifbar und erkennbar gemacht.

  • 2. Mose 20,4ff
  • 2. Könige 17,12
  • 1. Könige 12,28-30
  • Johannes 14,9


Trotzdem werden Kunst und gestalterisches Handwerk in Israel sehr geschätzt. Gerade die Stiftshütte und später der Tempel waren Stätten von wertvoller Kunst und erinnernden Darstellungen. Die Kleider des Hohenpriesters waren voller Symbolik.

  • 1. Könige 7,21
  • 1. Könige 6,35
  • 2. Mose 26,1ff
  • Nehemia 3,8.32
  • Jesaja 40,19

In der Verkündigung der Propheten wird die Botschaft mit darstellenden Zeichenhandlungen verdeutlicht.

  • Jeremia 27,2
  • Jeremia 19,10
  • Habakuk 2,2
  • Hosea 1


Überhaupt werden Wahrheiten und prophetische Botschaften in Bildern und Beispielen den Zuhören „vor Augen geführt“.

  • Hesekiel 10
  • Amos 8,1
  • Sacharja 1,8; 2,1.5 u.a.
  • Johannes 15,1-8
  • Matthäus 13,3-9 u.v.a.


Gerade die Offenbarung ist voll von Bildern in der Vorstellungswelt des Schreibers Johannes und aus dem AT. Diese müssen zuerst in ihrer ursprünglichen Bedeutung gesehen werden, um die Botschaft verstehen zu können.

  • Offenbarung 6
  • Offenbarung 12. 13.
  • Offenbarung 21,10ff
  • u.v.a.


Übrigens – der grösste Künstler ist und bleibt der lebendige Gott selbst: „Es wird an der Grösse und Schönheit der Geschöpfe ihr Schöpfer wie in einem Bild erkannt.“

Friedhelm Geiß

Freude

Fest, feiern und Freude gehören zusammen. Freude ist auch das Herzstück des Evangeliums. Entdecken Sie die Spur der Freude in der
Heiligen Schrift:

Die „Frohe Botschaft“
durchzieht die gesamte
Heilige Schrift.

Jesaja 12,3
Jesaja 52,7
Psalm 16,11
Lukas 2,10

Die Quelle der Freude ist Gott selbst.
Psalm 4,8
Psalm 92,5
Psalm 103,5
Johannes 15,11
Apostelgeschichte 13,52
Römer 15,13

Freude ist mehr als Spass und Lachen. Echte Freude kommt aus der „Heimkehr“ eines Menschen zu Gott.
Lukas 15,7. 10. 24
Lukas 19,6
Apostelgeschichte 8,39

Die Freude an Gott ist die Motivation unseres Lebens mit allen Höhen und Tiefen.
Nehemia 8,10
Psalm 16,8
Psalm 43,4
Kolosser 1,24
2. Korinther 6,10
Die Freude in Gott bewährt sich besonders im Leiden.

2. Korinther 7,4
Psalm, 126,5
Psalm 30,6

Die Aufforderung zur Freude ist kein moralischer Appell, sondern die Einladung, über allem Jesus zu sehen.
Psalm 100,2
Römer 12,12
Philipper 4,4
1. Thessalonicher 5,16
Psalm 73,28

Verkündiger des
Evangeliums sind
deshalb „Freudenboten“.

Jesaja 52,7
2. Korinther 1,24
Philipper 1,25
Lukas 2,10


Friedhelm Geiß

Einander...

Einander......
Im Neuen Testament wird viel Wert auf das Miteinander in der christlichen Gemeinde gelegt. Es lohnt sich, die Stellen nachzulesen und nach-zu-denken, wo „einander“ steht. Also einer für den anderen, mit-einander, nicht neben-einander oder gar gegen-einander.

Wie wir einander nicht
behandeln sollen:

  • „Beißt und verschlingt einander nicht“ (Gal. 5,15)
  • „Belügt einander nicht“ (Kol. 3,9)
  • „Verleumdet einander nicht“ (Jak. 4,11)
  • „Klagt nicht übereinander“ (Jak. 5,9)
  • „Richtet einander nicht“ (Röm. 14,3)


Wo wir auf Hilfe zählen können, wenn wir sie brauchen:

  • „...nehmt einander an“ (Röm. 15,7)
  • „Helft einander, eure Lasten zu tragen“ (Gal. 6,2)
  • „Seid demütig, friedfertig und geduldig, ertragt einander in Liebe“ (Eph. 4,32)
  • „Seid gütig zueinander, seid barmherzig, vergebt einander“ (Eph. 4,32)
  • „...bekennt einander eure Sünden, und betet füreinander (Jak. 5,16)

Interaktionen mit anderen Christen, die aufbauend wirken:

  • „Wir wollen also alles dransetzen, dass wir in Frieden miteinander leben und einander in unserem Glauben fördern“ (Röm. 14,19)
  • „Weist einander zurecht“ (Röm. 15,14)
  • „Sorgt einträchtig füreinander“ (1. Kor. 12,25)
  • „Seid einander in brüderlicher Liebe zugetan, übertrefft euch in gegenseitiger Achtung“ (Röm. 12,10)
  • „Dienet einander“ (Gal. 5,13)
  • „Ordnet euch einander unter“ (Eph. 5,21)
  • „Seid untereinander gastfreundlich“ (1. Petr. 4,9)


Und das „Schmiermittel“, das alles zusammenbindet:

  • „Liebt einander!“
  • „Das ist mein Gebot: Liebt einander, so wie ich euch geliebt habe“ (Joh. 15,12; siehe auch: Joh. 13,34-35; 1. Joh. 3,14; 1. Joh. 4,12; Joh. 15,13).



Friedhelm Geiß